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Marienplatz in der Altstadt von Weilheim in Oberbayern.
Wappen von Weilheim in Oberbayern
Umland · Landkreis Weilheim-Schongau

Weilheim in Oberbayern

Foto: Dguendel / Wikimedia Commons, CC-BY-4.0

Einwohner
23.406
Ortsteile
Weilheim, Deutenhausen, Marnbach, Unterhausen, Dietlhofen
Erste Erwähnung
1010
Status
Große Kreisstadt, seit 2018 Oberzentrum
Lage
563 m ü. NHN, Stadtfläche rund 55,5 km²
Bildhauerschule
Bedeutende Weilheimer Bildhauerschule ab dem späten 16. Jahrhundert (u. a. Georg Petel, Hans Krumpper)

Weilheim ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des nördlichen Pfaffenwinkels und bildet einen zentralen Ort im bayerischen Oberland. Die Stadt liegt an der Ammer im Alpenvorland, etwa auf halbem Weg zwischen München und dem Werdenfelser Land, und ist mit ihrem historischen Marktplatz, Türmen und Toren ein regionaler Anziehungspunkt.

Die Wirtschaft ist mittelständisch und vielfältig aufgestellt: Zu den bekannten Betrieben zählen Bremicker Verkehrstechnik, die Wissenschaftlich-Technischen Werkstätten (WTW), der Leichtmetallbauer Zarges und die Brauerei Dachsbräu. In der Region betreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zudem seine Satelliten-Bodenstation Weilheim.

Geschichte & Wappen

Wappen von Weilheim in Oberbayern

Weilheim wurde 1010 erstmals urkundlich erwähnt, als König Heinrich II. dem Kloster Polling einen Gutshof in „Wilhain“ zusprach. Um 1320 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer der Stadt ihr Wappen. Ab dem ausgehenden 16. Jahrhundert erlangte die Weilheimer Bildhauerschule mit Künstlern wie Hans Krumpper und Georg Petel überregionale Bedeutung.

Ein Stadtbrand prägte 1810 die weitere Entwicklung. 1866 erhielt Weilheim einen Bahnhof und wurde zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt. Beim Luftangriff vom 19. April 1945 erlitt die Stadt erhebliche Zerstörungen. Nach dem Krieg wuchs Weilheim zur heutigen Kreisstadt heran und wurde 2018 zum Oberzentrum aufgewertet.

Wappen: In Silber eine rote Burg mit drei Zinnentürmen, deren mittlerer höher ist, und offenem Tor mit goldenen Torflügeln. Die mehrtürmige Burg steht für Wehrhaftigkeit und den herausgehobenen Rang des Gemeinwesens; das Wappen wurde der Stadt um 1320 von Kaiser Ludwig dem Bayern verliehen.

Ansprechpartner

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